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Google Ads15. Mai 2025Jan · 9 min Lesezeit

Performance Max 2025: Was in unseren Accounts wirklich funktioniert

Ich schreibe das nach zwei Jahren PMax in echten Accounts — mit echtem Budget, echten Kunden und echten Resultaten. Einige gut, manche nicht. Hier ist eine ehrliche Einschätzung ohne den üblichen Hype.

Anfang 2023 haben wir den ersten Kunden auf Performance Max umgestellt. Ein E-Commerce-Shop für Outdoor-Ausrüstung, monatlich rund 45.000 Euro Mediabudget. Damals war PMax noch neu und alle sagten, es sei das nächste große Ding. Ehrlich gesagt: wir waren skeptisch. Aber der Algorithmus braucht Daten — und der Kunde hatte sie.

Ergebnis nach 60 Tagen: ROAS von 3,8 auf 5,1. Trotzdem war nicht alles gut. Search-Kampagnen haben an Impression Share verloren, Brand-Traffic wurde in PMax integriert und ist schwerer zu isolieren. Man gibt Kontrolle ab. Das muss man wissen.

Wann PMax wirklich funktioniert

Nach vielen Accounts über die letzten zwei Jahre gibt es ein klares Muster:

  • Sauberer Produktfeed mit vollständigen Attributen (Titel, Beschreibung, Bilder, GTINs)
  • Mindestens 30 bis 50 Conversions pro Monat im Account insgesamt
  • Klares ROAS-Ziel — aber kein zu aggressives Ziel in den ersten 4 Wochen
  • Genug Variation an Assets: mindestens 4 Bilder, 3 Videos wenn möglich, Headlines die sich wirklich unterscheiden

Besonders wichtig: das ROAS-Ziel. Wir sehen regelmäßig, dass Kunden in den ersten zwei Wochen ein unrealistisch hohes Ziel setzen und sich dann wundern, warum die Kampagne nichts ausliefert. Der Algorithmus traut sich nicht zu bieten, wenn das Ziel unerreichbar scheint.

Asset Groups richtig strukturieren

Ein häufiger Fehler: alles in eine Asset Group werfen. Das macht es dem Algorithmus schwer zu lernen, welche Assets für welche Produkte oder Zielgruppen funktionieren.

Wir trennen in der Regel nach Produktkategorie oder Thema. Ein Möbelshop bekommt getrennte Groups für Schlafzimmer, Wohnzimmer, Outdoor. Ein Modeshop trennt nach Damen, Herren, Kinder. Das klingt nach mehr Aufwand — ist es auch. Aber die Performance lohnt es.

Signale setzen und Zielgruppen nutzen

PMax nutzt Signale, keine festen Zielgruppen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Man gibt dem Algorithmus Hinweise, wen er ansprechen soll — er entscheidet dann selbst, wie weit er davon abweicht.

Trotzdem macht es Sinn, gute Signale zu setzen: eigene Kundenlisten (idealerweise Käufer der letzten 12 Monate), Website-Besucher mit Warenkorb, ähnliche Zielgruppen basierend auf bestehenden Käufern. Besser als nichts zu setzen.

Wann wir PMax nicht empfehlen

Das ist die ehrliche Antwort, die viele Agenturen nicht geben. PMax funktioniert nicht gut wenn:

  • Der Account hat weniger als 20 bis 30 Conversions pro Monat. Zu wenig Signal für den Algorithmus.
  • Die Produkte sind sehr erklärungsbedürftig oder B2B mit langen Verkaufszyklen.
  • Brand-Schutz ist kritisch. PMax schneidet sich gern in Brand-Traffic hinein.
  • Das Budget ist unter 1.500 Euro monatlich. Dann ist strukturiertes Search oft effizienter.

Zahlen aus unseren Accounts (anonymisiert)

Damit das nicht alles nur Theorie bleibt: drei Accounts aus den letzten zwölf Monaten.

Konto A — E-Commerce Heimtextilien: Migration von Standard Shopping + Search zu PMax. Vorher ROAS 4,1, nachher 5,8. Budget blieb gleich bei 8.000 Euro/Monat. Conversion Rate stieg von 2,3 auf 3,1 Prozent. Grund: bessere Zielgruppenansprache durch PMax in der Display-Reichweite.

Konto B — B2B Software: PMax nach drei Wochen wieder abgestellt. Lead-Qualität deutlich schlechter als bei Search, CPA stieg von 85 auf 140 Euro. Keine ausreichenden Conversion-Daten und zu hohe Erklärungsnotwendigkeit.

Konto C — Sportartikel-Shop: PMax parallel zu Search, nicht als Ersatz. ROAS PMax-Kampagne 6,2, Search 5,1. Insgesamt Umsatzsteigerung 23 Prozent bei gleichem Budget. Das Zusammenspiel hat funktioniert.

Fazit: PMax ist ein mächtiges Werkzeug, kein Autopilot. Man muss wissen was man tut. Wer einfach eine Kampagne erstellt und auf das Beste hofft, wird enttäuscht sein.

Häufige Fragen zu Performance Max

Ab wann lohnt sich Performance Max?

Performance Max lohnt sich ab mindestens 30 bis 50 Conversions pro Monat. Darunter fehlt dem Algorithmus die Datenbasis. Zusätzlich braucht man gute Assets und ein erreichbares ROAS-Ziel.

Soll ich PMax statt Search nutzen?

Meistens nicht — PMax ergänzt Search, ersetzt sie nicht. Wir empfehlen Search für Brand und hochwertige Keywords beizubehalten und PMax zusätzlich für Reichweite einzusetzen.

Was sind Asset Groups in PMax?

Asset Groups sind Gruppen von Werbemitteln (Bilder, Videos, Texte) pro Thema. Trenne sie nach Produktkategorie — nicht alles in eine einzige Group werfen.

Wann empfehlt ihr PMax nicht?

PMax passt nicht für B2B mit langen Verkaufszyklen, Accounts unter 1.500 Euro Budget und Szenarien wo Brand-Schutz kritisch ist.

Wie schützt man Brand-Keywords vor PMax?

Seit 2024 können Brand-Keywords als Markensuchbeschränkungen direkt in PMax ausgeschlossen werden. Das verhindert, dass PMax in kostengünstigere Brand-Suchanfragen eingreift.

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Ihr Account läuft schon mit PMax und ihr seid unsicher, ob die Struktur stimmt? Wir schauen uns das gerne an.

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