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Google Ads2. Juni 2026Jan · 8 min Lesezeit

Was kostet Google Ads wirklich? Budget, Agentur, versteckte Kosten

Wir bekommen diese Frage in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort ist: es kommt darauf an — aber nicht auf das was die meisten denken. Hier sind die echten Zahlen aus unserer täglichen Arbeit.

Google Ads hat kein Mindestbudget. Man kann technisch mit 5 Euro pro Tag starten. Die Frage ist nicht ob Google Ads Geld kostet, sondern ab wann es sinnvolle Ergebnisse liefert.

Was ein Klick wirklich kostet

CPCs (Cost per Click) variieren enorm je nach Branche, Wettbewerb und Keyword. Ein paar Richtwerte aus deutschen Accounts:

  • Handwerk und lokale Dienstleistungen: 1 bis 4 Euro pro Klick. "Klempner München" kostet mehr als "Klempner Passau".
  • E-Commerce (Mode, Haushalt, Sport): 0,30 bis 1,50 Euro für Shopping-Anzeigen, 0,80 bis 2,50 Euro für Search.
  • B2B Software und IT: 5 bis 25 Euro pro Klick. Wer auf "CRM Software Unternehmen" bietet, zahlt entsprechend.
  • Finanzdienstleistungen und Versicherungen: 10 bis 50 Euro und mehr. Teilweise die teuersten Auktionen in Deutschland.
  • Rechtsanwälte und Steuerberater: 4 bis 15 Euro. "Steuerberater Hamburg" ist teurer als man denkt.

Warum ist das wichtig? Weil der CPC direkt bestimmt, wie viel Budget man braucht um genug Klicks zu bekommen. Und Klicks allein bringen noch keinen Umsatz — man braucht genug Daten für Googles Algorithmus.

Wie viel Budget braucht man wirklich?

Unsere Faustregel: mindestens 30 bis 50 Conversions pro Monat, damit Smart Bidding sinnvoll lernen kann. Daraus ergibt sich das Mindestbudget.

Wenn eine Conversion (Anfrage, Kauf) bei eurer Conversion Rate und eurem CPC durchschnittlich 40 Euro Werbeausgaben kostet, braucht ihr mindestens 1.200 bis 2.000 Euro monatlich um in die Lernphase zu kommen. Unter 500 Euro monatlichem Werbebudget würden wir in den meisten Märkten keinen Account übernehmen — nicht weil wir nicht wollen, sondern weil man mit dem Budget keine belastbaren Ergebnisse bekommt.

Als grobe Orientierung:

  • Lokale Dienstleister (ein Standort, klar abgegrenztes Einzugsgebiet): 500 bis 1.500 Euro/Monat
  • E-Commerce klein (unter 5.000 Produkte, regionale Ausrichtung): 1.000 bis 3.000 Euro/Monat
  • E-Commerce mittel (nationaler Versand, Wettbewerb auf Markenebene): 3.000 bis 10.000 Euro/Monat
  • Wettbewerbsintensive B2B-Märkte: 2.000 bis 8.000 Euro/Monat nur für Search

Von Google erklärt

Was eine Google Ads Agentur kostet

Das ist der Teil, bei dem Transparenz selten ist. Es gibt grundsätzlich zwei Modelle:

Fixes Monatshonorar: Die Agentur berechnet einen fixen Betrag unabhängig davon, wie viel ihr an Google zahlt. Typische Range: 400 bis 2.500 Euro monatlich, abhängig von Accountgröße und Aufwand. Das ist unser Modell bei Daily Rocket.

Prozentualer Mediakostenaufschlag: Die Agentur berechnet 10 bis 20 Prozent eures monatlichen Werbebudgets als Honorar. Klingt günstig bei kleinen Budgets, wird teuer bei großen. Und es schafft einen pervertierten Anreiz: die Agentur verdient mehr wenn ihr mehr Budget ausgebt, nicht wenn die Ergebnisse besser werden.

Einige Agenturen kombinieren beides. Fragt explizit danach bevor ihr unterschreibt.

Die versteckten Kosten die niemand nennt

Neben Budget und Agenturhonorar gibt es Kosten, die regelmäßig vergessen werden:

  • Tracking-Setup: Ein sauberes Conversion Tracking kostet einmalig 500 bis 2.000 Euro. Ohne das läuft kein Account profitabel.
  • Landingpages: Wer auf generische Website-Seiten schickt, verliert Geld. Gute Landingpages für einzelne Leistungen können 300 bis 2.000 Euro pro Seite kosten.
  • Creatives für PMax und Shopping: Bilder, Videos, Texte. Kein Aufwand wenn man sie hat, echter Kostenfaktor wenn nicht.
  • Google Merchant Center Setup für E-Commerce: einmalig, aber oft unterschätzt.

Was man für das Geld erwarten kann

Reale Zahlen aus unseren Accounts, anonymisiert. Ein E-Commerce-Shop für Outdoor-Ausrüstung mit 4.500 Euro monatlichem Werbebudget und 800 Euro Agenturhonorar: nach 4 Monaten ROAS von 6,4. Das bedeutet 6,40 Euro Umsatz pro 1 Euro Werbeausgaben — also 28.800 Euro Umsatz allein durch Google Ads.

Ein Steuerberater in München mit 1.200 Euro Werbebudget und 600 Euro Honorar: 12 bis 18 qualifizierte Anfragen pro Monat bei einem Cost per Lead von 67 Euro. Bei einem durchschnittlichen Mandantenwert von mehreren tausend Euro eine klare Rechnung.

Garantieren kann das niemand. Aber wer mit realistischen Erwartungen startet, sauberem Tracking und einer klaren Zielgröße, hat gute Chancen.

Die wichtigste Kostenfrage: Was passiert wenn nichts funktioniert?

Das Geld ist weg. Google erstattet keine Klickkosten. Deshalb ist der Aufbau — Tracking, Kampagnenstruktur, Landingpages — keine optionale Zusatzleistung. Es ist die Voraussetzung dafür, dass das Werbebudget nicht einfach verpufft.

Agenturen die "sofort loslegen" ohne Audit und Tracking-Check zu erwähnen, sollte man skeptisch begegnen. Die schnellste Art Geld zu verbrennen ist eine Google Ads Kampagne ohne Grundlage.

Häufige Fragen zu Google Ads Kosten

Was kostet Google Ads pro Monat?

Google Ads hat kein Mindestbudget. Für sinnvolle Ergebnisse empfehlen wir 500 bis 3.000 Euro Werbebudget monatlich je nach Branche. Dazu kommen Agenturkosten von 400 bis 2.000 Euro pro Monat.

Was kostet ein Klick bei Google Ads?

CPCs variieren stark: Handwerk 1 bis 4 Euro, E-Commerce Shopping 0,30 bis 1,50 Euro, B2B Software 5 bis 25 Euro, Finanzdienstleister 10 bis 50 Euro.

Was kostet eine Google Ads Agentur?

Entweder fixes Monatshonorar (400 bis 2.500 Euro) oder prozentualer Mediakostenaufschlag (10 bis 20%). Fixes Honorar schafft bessere Anreize — die Agentur verdient nicht mehr wenn ihr mehr ausgebt.

Welche versteckten Kosten gibt es bei Google Ads?

Tracking-Setup (500 bis 2.000 Euro einmalig), Landingpages (300 bis 2.000 Euro je Seite), Creatives für Performance Max und Merchant Center Setup werden häufig vergessen.

Ab welchem Budget lohnt sich Google Ads?

Ab 500 Euro Werbebudget monatlich für lokale Dienstleister. Entscheidender als die Höhe ist sauberes Conversion Tracking und realistische Ziele — ohne das verpufft jedes Budget.

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